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15.03.21

Schnupperlehren (teilweise unter erschwerten Bedingungen)

Über eine Schnupperlehre zur Lehrstelle




Wie kommst du zu einer Schnupperlehre?

Zur Zeit ist es in einigen Branchen schwieriger eine Schnupperlehrstelle zu finden.

Davon solltest du dich nicht beeindrucken lassen. Insgesamt bieten nämlich nach wie vor viele Berufszweige und Branchen Schnupperlehrstellen an. 

Die Gelegenheit zu Schnuppern, solltest du ergreifen.

Selbst wenn es die Lage für eine Schnupperlehrstelle in deinem angepeilten Unternehmen gerade nicht zulässt, solltest du ihm trotzdem deine Schnupperlehrbewerbung zukommen lassen. 

Bestenfalls merkt dich das Unternehmen nämlich vor, bewahrt deine Bewerbung auf und meldet sich bei dir, sobald es dir einen Schnupptertag oder eine Schnupperwoche anbieten kann.


Hat das Unternehmen (noch) keine Schnupperlehre ausgeschrieben?

Falls ein Unternehmen keine Schnupperlehrstellen ausgeschrieben hat, solltest du dich vergewissern, ob es gar keine Lehrstellen anbietet oder diese noch nicht veröffentlich hat. 

Kontaktiere in diesem Fall das Unternehmen und frage nach ob und wann Schnupperlehren angeboten werden. 

  • Bitte das Unternehmen darum, dich zu kontaktieren, sobald es sich wieder für Schnupperlehren empfehlen kann.
  • Hake nach, wenn du längere Zeit nicht mehr vom Unternehmen gehört hast (es kann nämlich auch sein, dass die Mitarbeiterin das Unternehmen verlassen hat und der neue Mitarbeiter gar nichts von deiner Anfrage weiss).

Online-Informationsveranstaltungen und Online-Schnupperoptionen


Nicht jedes Unternehmen ist in der Lage eine Schnupperlehre anzubieten. Diese suchen deshalb andere Wege, um Jugendlichen Lehrberufe näher zu bringen, z.B. mittels Online-Informationsveranstaltungen.

Da jede Schnupperlehre ausserdem Zeitaufwand für das Unternehmen mit sich bringt und die Zahl an Schnupperlehrstellen begrenzt ist, weichen Unternehmen zusätzlich auf Online-Schnupperangebote aus:

  • Unternehmen haben dafür häufig einen eigenen Webseitenbereich für Lernende erstellt. 
  • Dort sind Informationen zum Unternehmen, zur Berufslehre im Unternehmen und zu Ausbildungsberufen sowie die Kontaktkoordinaten der Ansprechpersonen hinterlegt. 
  • Gerade die Videos von Lernenden, die sich im Unternehmen ausbilden lassen, geben aufschlussreiche Einblicke in das Berufsfeld und die Arbeitsumgebung.

Denke daran, dass auch die Veranstalter von Berufsmessen und Branchenverbände auf ihren Webseiten, Berufe vorstellen.


Wieso eigentlich eine Schnupperlehre?

Informationen zu Berufen und Berufsbilder können niemals eine Schnupperlehre ersetzen. 

  • Erst wenn du in einem Ausbildungsunternehmen vor Ort arbeitest, erhältst du einen wirklichkeitsgetreuen Einblick in einen Lehrberuf.
  • Ausserdem erfährst du, ob du dich im Lehrbetrieb wohl fühlen könntest und du dich mit dem oder der Berufsbildungsverantwortlichen verstehst.
  • Du kannst eins zu eins prüfen, ob der angestrebte Lehrberuf wirklich deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten entspricht.
  • Überhaupt vermittelt erst eine Schnupperlehre, ob dir ein Berufsfeld und der Lehrberuf gefallen könnten.


Irrweg?

Es kann schon mal vorkommen, dass du dir unter dem Lehrberuf etwas anderes vorgestellt hast. 

Mit einer Schnupperlehre kannst du bei deiner Berufswahl frühzeitig die Notbremse ziehen. Schlechter wäre es, wenn du erst während der angefangenen Berufslehre merkst, dass du dich bei der Berufswahl vertan hast.

Überlege dir in jedem Fall im voraus gründlich, ob dir der Beruf zusagt, bevor du eine Schnupperlehre machst. Sonst nimmst du anderen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, in diesem Lehrbetrieb zu schnuppern. 


Wie gehst du für eine Schnupperlehre vor?

Grundsätzlich kannst du auf jedes Unternehmen zugehen, welches Lehrstellen anbietet.

Schaue zuerst auf der Webseite des Unternehmens für Schnupperangebote nach, bevor du eine Mail verfasst oder anrufst, um nach Schnupperlehrangeboten zu fragen.

Falls dir ein Schnupperlehrangebot zusagt, bewirbst du dich direkt mit deinen Bewerbungsdokumenten. 

  • Diese schickst du entweder in einer Mail als Dateinanhang oder 
  • lädst die Datei in einem Online-Bewerbungsformular hoch.

Achte dabei auf die Vorgaben des Schnupperlehrunternehmens (und auch schon auf den Lehrstellenbeginn). 

Ideal ist natürlich, wenn du deine berufliche Grundbildung gleich nach Abschluss deiner obligatorischen Schulzeit in Angriff nehmen kannst. 


Erfahre hier mehr, worauf es bei der Schnupperlehre ankommt.








15.09.20

Berufswahlvorbereitung

Berufswahlvorbereitung





Berufswahl - entscheidend für die spätere Berufslaufbahn


Für viele Schülerinnen und Schüler beginnt mit einem neuen Schuljahr die Berufswahlvorbereitung und berufliche Orientierung.

Nichts ist so wichtig, wie die Berufswahl frühzeitig anzugehen und sich über die Berufswelt und Schulangebote zu informieren. Grundsätzlich sind du und deine Eltern dafür verantwortlich, sich um die Berufswahl zu kümmern.

Du bist aber mit der Berufswahl nicht alleine. Die Schule und die Berufsberatungsstelle (BIZ) sind immer an deiner Seite. Sie unterstützen und beraten dich dabei.

In einigen Kantonen und Schulen geht es schon im 7. Schuljahr (häufig ab 2. Semester) los. In anderen Schulen startet die Berufswahlvorbereitung erst im 8. Schuljahr. 

Verantwortlich für die Koordination der Berufswahlvorbereitung ist die Klassenlehrperson. Die Berufswahlvorbereitung erfolgt während der Schulzeit in den einzelnen Schulfächern. 


Phase 1

In einer ersten Phase setzt du dich mit dir selbst auseinander. Du machst dir Gedanken über deine Ausgangslage, deine Fähigkeiten und Fertigkeiten, deine Interessen und deine Berufsziele. Du lernst dich dabei besser kennen. 

Dazu beurteilst du dich selbst (Selbstbild) und lässt dich von der Lehrperson oder deinen Eltern und Bekannten beurteilen (Fremdbild). Du nimmst deine Stärken und Schwächen unter die Lupe.

Gleichzeitig erstellst du ein persönliches Berufswahldossier. Dort hältst du deine Fortschritte in der Berufswahl fest.


Phase 2

In einer zweiten Phase, im 1. Semester des 8. Schuljahres, wird es handfester. 

Du lernst die Berufs- und Arbeitswelt kennen, z.B. durch Informationsrecherchen im BIZ oder einen Besuch einer Berufs- und Ausbildungsmesse oder von SwissSkills (Berufsmeisterschaften). 

Du nimmst an Berufserkundungen teil und besuchst Informationsveranstaltungen (z.B. von Lehrbetrieben oder Schulen).

Du lernst, worauf es bei der Erstellung von Bewerbungsdokumenten ankommt. Du schreibst unter Anleitung der Lehrperson Bewerbungsdokumente. Dazu zählen Lebenslauf und Bewerbungsschreiben. Du erfährst, wie ein Bewerbungsdossier aufgebaut ist. Darauf kannst du bei deinen Bewerbungen für eine Lehrstelle zurückgreifen.

In einem Rollenspiel gehst du ein Bewerbungsgespräch (Vorstellungsgepräch) durch. Du lernst, worauf es dabei ankommt und wie du eigene Fragen einbringen kannst. 


Phase 3

In einer dritten Phase, im 2. Semester des 8. Schuljahres, erarbeitest du Berufsideen und vergleichst diese. 

Du wählst Berufe aus, die dich für eine Berufslehre ansprechen. Gleichzeitig lotest du Berufsalternativen aus, falls du auf anderen Lehrberuf ausweichen musst. 

Bei der Wahl der Berufe solltest du dich noch nicht einschränken. Sei offen für Berufe, die vielleicht nicht so bekannt sind. Informiere dich über die Anforderungen dieser Lehrberufe.


Phase 4

Im 8. Schuljahr werden Berufswünsche (hoffentlich) griffiger. Die Berufswahl wird konkreter.

Den besten Einblick in einen Beruf erhältst du, wenn du eine Schnupperlehre oder Schnuppertage in einem Unternehmen machst. Diese leistest du in den Ferien oder in der unterrichtsfreien Zeit (für eine Schnupperlehre während der Schulzeit ist eine Bewilligung erforderlich). 

Es ist wichtig, dass du dir ein Bild von vielen Berufen machst, auch von solchen, die dich nicht sofort in den Bann ziehen. 

Manchmal kommen Fachpersonen aus Unternehmen an deine Schule, um einen Beruf vorzustellen. 


Phase 5

Wenn du schon klarer weisst, welcher Lehrberuf dich anspricht, beginnt die eigentliche Lehrstellensuche.

Für die Lehrstellensuche greifst du auf dein Wissen zurück, wie Bewerbungsdokumente und ein Bewerbungsdossier erstellt werden. 


Die Rolle der Berufsberatung

Jede Schule arbeitet eng mit der Berufs- und Laufbahnberatungsstelle (BIZ) zusammen. 

Es finden Klasseneinführungen und Elternveranstaltungen im BIZ statt. 

Jeder Klasse ist eine Berufsberatungsperson zugeteilt. Die unterstützt Jugendliche, Eltern und Schule im Berufsfindungs- und Berufswahlprozess. Sie kommt auch auch regelmässig vor Ort in die Schule - Gelegenheit für dich Fragen zu Berufen und Lehrstellensuche zu stellen!

Deine Eltern werden übrigens an Elternabenden und in Elterngesprächen von deiner Klassenlehrperson informiert. Es ist wichtig, dass sie Einsicht in dein Berufswahldossier haben, um dich gezielt unterstützen zu können. 


Lohnen sich deine Anstrengungen?

Dein Aufwand, den du in die Berufswahl steckst, zahlt sich aus. Es gibt doch nichts besseres,  als wenn du in dem von dir bevorzugten Lehrberuf deine Berufslehre machen kannst. Das bringst du aber nur auf die Reihe, wenn du die Berufswahlvorbereitung ernst und zielgerichtet angehst. 



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