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15.08.22

Integrations- und Präventionsprogramm LIFT

Integrations- und Präventionsprogramm LIFT 




Einstieg in die Lehrberufswelt

Nicht allen Schülerinnen und Schüler, die die obligatorische Schulzeit abschliessen, gelingt ein Lehrberufseintritt gleich auf Anhieb. 

Einige bringen dafür die Voraussetzungen noch nicht mit. Ihre Ausgangslage für eine Berufslehre direkt im Anschluss an die Schulzeit ist erschwert.

Hier setzt das Integrations- und Präventionsprogramm LIFT an.

LIFT bereitet Jugendliche mit erschwerter Ausgangslage mit Arbeitseinsätzen in Betrieben auf den Einstieg in die Berufswelt vor. 


Erschwerte Ausgangslage

Das Programm LIFT ist Jugendlichen mit erschwerter Ausgangslage vorbehalten: Damit sind Schülerinnen und Schüler gemeint, bei denen der Weg in die Berufsarbeitswelt vielleicht nicht optimal verläuft.

Meistens sind sie schulisch schwächer und besuchen Regelklassen der unteren Leistungsniveaus (das heisst aber überhaupt nicht, dass sie 'dumm' sind). 

Darunter fallen beispielsweise Jugendliche mit Migrationshintergrund, die die Landessprache noch nicht beherrschen. 

Andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus einem schwierigen familiären Umfeld oder haben zuhause wenig, ungegnügende Unterstützung. 

Andere wiederum haben Lernschwierigkeiten. 


Angebot von LIFT

Das Kernelement dieses Angebots sind Kurzeinsätze in Betrieben, sogenannte Wochenarbeitsplätze. Sie finden in der Regel an einem Nachmittag statt und dauern zwei bis vier Stunden. 

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse. 

Die Jugendlichen verpflichten sich in drei verschiedenen Betrieben für je drei Monate zu arbeiten. Das Angebot erstreckt sich also über 9 Monate. 

Für die Arbeitseinsätze erhalten die Jugendlichen einen Stundenlohn. 

Die Einsätze werden mit Modulkursen (schulische Ausbildung) vorbereitet und begleitet. 

Geht der Einsatz in einem Betrieb zu Ende, gibt es eine Besprechung. Die Jugendlichen erhalten eine schriftliche Beurteilung. Diese kann als Arbeitszeugnis für Bewerbungen für eine Lehrstelle verwendet werden. 


Freiwilligkeit

Das Programmangebot beruht auf Freiwilligkeit. Die Motivation, daran teilzunehmen, muss von den Jugendlichen kommen. 

Gefällt ein Betrieb nicht, hat die Jugendliche, der Jugendliche die Möglichkeit, das Programm in einem neuen Betrieb fortzusetzen oder abzubrechen. 

Die Rate der Jugendlichen, die aussteigen, ist übrigens sehr tief. 

Meistens empfehlen die Lehrkräfte die Jugendlichen zur Teilnahme am Programm LIFT.


Anforderungen

Die Jugendlichen müssen sich für die Wochenarbeitsplätze bewerben. 

Ausserdem müssen sie sich in einer Vereinbarung verpflichten, den Einsatz auch tatsächlich zu leisten.


Ziele von LIFT

Die Jugendlichen, welche am LIFT-Programm teilnehmen, sollen eine Lehrstelle finden und so den Einstieg in die Berufarbeitswelt finden. 

Das Programm unterstützt sie, dieses Ziel zu erreichen. 

Die Jugendlichen erleben bei den Kurzeinsätzen, wie es in einem Betrieb abläuft. Sie können Arbeitserfahrungen sammeln und Erfolgserlebnisse verbuchen.

Sie begegnen Aufgaben und Arbeitstätigkeiten, wie sie sie später auch in der Berufslehre vorfinden werden.


Vorteile

Der Vorteile solcher Einsätze liegt auf der Hand: 

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer merken, dass sie Arbeiten erfolgreich erledigen können. 
  • Das stärkt das Selbstvertrauen. Sie erlernen zusätzliche Sozialkompetenzen.
  • Wenn noch Schwächen vorhanden sind, werden diese spätestens beim Beurteilungsgespräch angesprochen/aufgegriffen. 

In den Modulkursen werden die Erfahrungen aus den Einsätzen besprochen und Verbesserungen ergriffen/eingeleitet. 


Grund für Teilnahme und Erfolgsquote 

Natürlich spricht der Lohn für eine Teilnahme. Rückmeldungen von Jugendlichen zeigen, dass bei den Arbeitseinsätzen Punkte wie Selbstbestätigung, Lob vom Betrieb, Dabeisein im Team zunehmend in den Vordergrund rücken. 

Sie erfahren, dass sie gebraucht und wertgeschätzt werden. Sie können Selbstvertrauen aufbauen und die eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten stärken. 

Durch die Arbeitserfahrungen werden sie bestärkt, dass sie eine Berufslehre packen können.

Zusätzlich wird ihnen der Übergang in die Berufslehre leichter fallen, da sie schon wissen, wie es in einem Betrieb läuft.

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die am Programm teilgenommen haben, schaffen es zu einer Lehrstelle. Das Programm zeitigt also Erfolg.

Der Rest besucht ein Brückenangebot oder wechselt zu einem Praktikum oder macht einen Auslandaufenthalt.



LIFT ist ein Verein.

Er ist in 21 Kantonen, an über 340 Standorten und in rund 400 Schulhäusern gegenwärtig. Schweizweit nehmen rund 3000 Schülerinnen und Schüler am Programm teil.

www.jugendprojekt-lift.ch
www.chance-lift.ch



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