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15.04.19

Berufseinstieg- auf sich alleine gestellt?

Berufseinstieg- auf sich alleine gestellt?





Lehre abgeschlossen und erste Arbeitsstelle angetreten?


Auf eine abgeschlossene Berufslehre folgt meistens die erste Arbeitsstelle. Jetzt kommt es auf dich an.

Während der beruflichen Grundbildung hast du immer eine/n Begleiter*in an deiner Seite. Nach Abschluss deiner Lehre fallen Rückmeldungen der/des Berufsbildungsverantwortliche*n weg.

  • Mit Antritt einer Arbeitsstelle bist du plötzlich auf dich alleine gestellt.
  • Du trägst von nun an die volle Verantwortung für deine Arbeit und dein Verhalten.
  • Du hast keine Berufsbildende mehr, die dich begleiten und die du fragen kannst.
  • Hast du das Glück, dass dich der Lehrbetrieb weiter beschäftigt, bist du mit den Arbeitsvorgängen und Berufsgepflogenheiten schon vertrauter.

Fehlen dir Routine oder Wissen können sich schnell Verunsicherung oder sogar Überforderung und Demotivation breit machen. Im schlimmsten Fall steigst du aus dem Beruf aus.

Es ist ein schwacher Trost zu wissen, dass alle Berufseinsteiger*innen vor den gleichen Herausforderungen stehen.

Programme für Einsteiger*innen

Da es vielen Berufseinsteiger*innen genau gleich ergeht, bieten Unternehmen Programme für Einsteiger*innen an.

Berufseinsteiger*innen werden nicht ins kalte Wasser geworfen.

  • Sie erhalten eine Mentorin, einen Mentoren - also eine feste Bezugsperson während und teilweise auch nach der Einarbeitungszeit.
    Diese Bezugsperson führt sie in die Arbeitsabläufe, die Teamstrukturen und das Unternehmen ein. Sie ist Ansprechpartnerin, der fachliche Frage gestellt werden können und bei der Schwierigkeiten angesprochen werden können.
  • Standortgespräche helfen, die Entwicklung der Berufseinsteiger*innen zu beurteilen und allenfalls bei Anzeichen von Über- oder Unterforderung mit Korrekturen einzugreifen.
  • Teilweise findet während der Einarbeitungszeit ein Schulungsprogramm statt, in der beispielsweise der Rollenwechsel von der Ausbildung ins Erwerbsleben  und Arbeitssituationen besprochen werden. Während der Schultag können sie sich mit den anderen Berufseinsteiger*innen austauschen. 

15.01.19

Berufsbildnerin, Berufsbildner

Berufsbildungsverantwortliche in der beruflichen Grundbildung





Berufsbildner*innen sind die Bezugspersonen während einer Lehre

Die Bezeichnungen Berufsbildner*innen und Berufsbildungsverantwortliche bedeuten das gleiche.

Als Lernendenverantwortliche umkreisen sie dich während deiner gesamten Lehrzeit.

Du solltest also bei der Wahl der Lehrstelle nicht nur den Lehrberuf, sondern auch auch die/den Berufsbildner*in genau unter die Lupe nehmen.
Gelegenheit dazu hast du z.B. während des Bewerbungsgesprächs oder des Betriebsrundgangs.


Aufgaben von Berufsbildner*innen

Berufsbildner*innen
  • begleiten dich als Lernende*n während der gesamten beruflichen Grundbildung
  • leiten dich an und fördern dich in den praktischen Arbeiten am Ausbildungsplatz
  • erklären dir Arbeitsabläufe und Arbeitsschritte
  • vermitteln dir Fertigkeiten, Fähigkeiten und Berufswissen
  • sorgen dafür, dass du dich am Arbeitsplatz zurechtfindest und zurecht kommst.
  • schauen, dass du die Lern- und Ausbildungsziele erreichst
  • sind dein/e Ansprechpartner*in bei allem rund um die Lehre im Lehrbetrieb
  • helfen bei Schwierigkeiten in der Berufsschule und überbetrieblichen Kursen
  • Sie führen mit dir Qualifikationsgespräche durch
Du solltest dich mit ihr/ihm grundsätzlich verstehen, sonst wird die Lehre zu einer holprigen Berg- und Talfahrt. Mit ihr/ihm solltest du also auf Anhieb klar kommen.


Berufsbildner*in haben sich für ihre Aufgabe ausbilden lassen

Alle Berufsbilder*innen haben erfolgreich an einem obligatorischen Berufsbildnerkurs (Kurspflicht) und Seminaren teilgenommen.

Dieser Kurs wird mit dem Berufsbildner-Nachweis abgeschlossen (Abschluss: Eidgenössisch anerkannter Ausweis als Berufsbildner*in).

Dieser Nachweis ist obligatorisch.
  • Er belegt, dass Berufsbildner*innen in der Lage sind, Lernende einer bestimmten Berufsgruppe auszubilden. 
  • Er ist aber auch Voraussetzung dafür, dass der Lehrbetrieb überhaupt Lernende ausbilden darf.
Mit einer zusätzlichen Weiterbildung zur Berufsbildnerin, zum Berufsbildner (Kurs) können sie ein eidgenössisches Diplom Berufsbildern oder Berufsbildner erwerben.


Kleine, mittlere und grosse Unternehmen: Aufgabenteilung

In kleineren und mittleren Unternehmen übernehmen Berufsbildungsverantwortliche alle Aufgaben rund um das Lernendenwesen.
  • Sie kümmern sich um die Lernenden während der Ausbildungszeit und sorgen dafür, dass die Ausbildungsinhalte im Lehrbetrieb gemäss Bildungsverordnung vermittelt werden
  • Gleichzeitig sind sie auch an der Lernendenrekrutierung und Lernendenauswahl mit beteiligt.

In grösseren Unternehmen mit vielen Fachabteilungen machen Berufsbildner*innen  nicht alles alleine. Sie teilen sich mit Mitarbeitenden der Fachabteilungen die Aufgaben, die mit der Lernendenausbildung verknüpft sind. Sie werden also von Mitarbeitenden der Fachabteilungen unterstützt.

Häufig kümmert sich ein/e Berufsbildungsverantwortliche oder ein Team von Berufsbildungsverantwortlichen zentral um die Rekrutierung und die Selektion von Lernenden. Sie spricht sich mit den Berufsbildner*innen und Lernendenverantwortlichen der einzelnen Fachabteilungen ab.
Sie

  • gibt die Ausbildungsstandards gemäss Berufsbildungsverordnung und Bildungsplan vor, schaut, dass sie eingehalten werden
  • passt das Ausbildungsreglement an und überwacht die Vorgaben 
  • ist gleichzeitig auch Anlaufstelle für Lernende, wenn Schwierigkeiten in der Lehre, der Berufsmittelschule oder zu Hause auftreten.

Eine besondere Beziehung

Berufsbildungsverantwortliche werden im Laufe der Lehre zu Vertrauten und Vertrauenspersonen. Das heisst aber nicht, dass sie dir alles durchgehen lassen. Schliesslich sind sie dafür verantwortlich, dass du im Lehrbetrieb die Lernziele erreichst und zu einer bestausgebildeten Berufskraft heranreifst.

Auch ein/e Berufsbildner erwischt mal einen schlechten Tag, ist vielleicht mal strenger als üblich.
Das passiert dir sicher auch mal.

Insgesamt ist es wichtig, dass ihr an einem Strick zieht, miteinander auskommt und auf euch gegenseitig verlassen könnt; schliesslich verbringt ihr eine Menge Arbeitstage zusammen.



Anforderungen an Berufsbildner*in? Berufsbildnerkurse?

www.bildung-schweiz.ch
www.berufsbildner.ch



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