Posts mit dem Label Auswahl Lehrbetrieb werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Auswahl Lehrbetrieb werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

15.09.22

TOP-Ausbildungsbetrieb

 TOP-Ausbildungsbetrieb





TOP-Ausbildungsbetrieb (TAB) 

TOP-Ausbildungsbetrieb (TAB) unterstützt Unternehmen dabei, ihre Ausbildungsqualität zu erhöhen. Das Label kennzeichnet Unternehmen, die sich besonders intensiv bei der Ausbildung von Lehrlingen engagieren.

  • Die Organisation TOP-Ausbildungsbetrieb ist eine Stiftung. Sie wird vom Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) empfohlen.
  • TOP-Ausbildungsbetrieb (TAB) ist aber auch ein Label, mit dem sich Ausbildungsunternehmen auszeichnen können.


Welche Ziele verfolgt TOP-Ausbildungsbetrieb

TAB sensibilisiert Betriebe und deren Ausbildner und Ausbildnerinnen auf die Erfolgsfaktoren der Ausbildung und bildet sie in Kursen gezielt weiter. 

Zusätzlich stellt sie Umsetzungsbegleiter vor Ort im Betrieb zu Verfügung. 

TAB ist ein ganzheitliches Fördersystem zur Stärkung der betrieblichen Ausbildung.

Davon profitieren die Lernenden.


In drei Stufen zum ausgezeichneten Ausbildungsbetrieb

Ausbildungsunternehmen durchlaufen 3 Stufen, um sich mit als TOP-Ausbildungsbetrieb auszuloben.
TOP-Ausbildungsbetrieb werden ... 

Die Ausbildnerinnen und Ausbildner können sich und ihre Betriebe in individuellem Tempo Stufe für Stufe hocharbeiten. Zusätzlich können sie neben den Pflichtkursen nach Bedarf weitere Themenkurse besuchen.

Die Zertifizierung ist kostenpflichtig. Die Jahresbeiträge sind der Betriebsgrösse angepasst. 
Kosten ...




Stufe 1

Diese Stufe 1umfasst einen eintägigen Einstiegskurs sowie eine Selbstdeklaration, mit der die Betriebe bestätigen, dass sie alle grundlegenden Ausbildungsvorgaben erfüllen. Sie ist obligatorisch für Betriebe, welche in das System TOP-Ausbildungsbetrieb einsteigen möchten.

Stufe 2

Diese Stufe 2 beinhaltet zwei weitere Kurse. In diesen vermittelt die Organisation TAB Ausbildungswissen und analysiert den jeweiligen Betrieb auf Optimierungspotenzial.

Stufe 3

Diese Stufe 3erfordert zusätzliche Kriterien, welche die Betriebe erfüllen müssen. Zudem werden weitere Kurse besucht, die individuell auf die Anforderungen der Unternehmen abgestimmt werden. Das Assessment für Stufe 3 findet durch eine verbandsunabhängige Stelle statt.


Wie profitieren Unternehmen und Lernende davon?

Eine Berufslehre ist nicht nur für dich herausfordernd.

Auch für den Lehrbetrieb ist die Ausbildung von Lernenden eine Herausforderung. 

Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner müssen nicht nur mit dem technischen und technologischen Fortschritt mithalten und produktiv sein, sondern auch Wissen vermitteln.
Zudem müssen sie ihre Rolle als Bezugsperson für die Lernenden wahrnehmen und sie auf ihrem Weg zur Berufskraft angemessen begleiten und mit ihnen ordentlich und altersgerecht umgehen.

Die Organisation TOP-Ausbildungsbetrieb hilft diesen Lehrbetrieben, diese Aufgaben gerecht zu werden. 

Das Schulungssystem von TOP-Ausbildungsbetrieb unterstützt dabei die Berufsbildnerin, den Berufsbildner in der umfassenden Förderung ihrer Lernenden - nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. 

Damit können die Unternehmen werben (Lehrstellenmarketing) und Lehrvertragsauflösungen vorbeugen/entgegenwirken.

Als Lernende oder Lernender kannst du sicherer sein, dass du in deinem Lehrbetrieb optimal behandelt wirst, unterstützt wirst und viel dazulernst.



https://topausbildungsbetrieb.ch/


15.02.21

Den für dich besten Ausbildungsbetrieb finden

 Wie findest du den für dich geeigneten Lehrbetrieb?



Lehrzeit

Du wirst einen grossen Anteil deiner Lehrzeit im Unternehmen, das dich ausbildet, verbringen. 

Es ist also entscheidend, dass du dich im Lehrbetrieb gut aufgehoben fühlst und du eine ordentliche berufliche Grundbildung erhältst.

Wie findest du heraus, dass Lehrbetrieb und du als Lernende/r zusammen passen?

Deinen Lehrbetrieb entschlüsseln

Zum Glück bieten die meisten Lehrbetriebe Schülern und Schülerinnen einen Schnuppertag oder eine Schnupperlehre an. 

  • Hier kannst du einen Arbeitsplatz direkt erleben und anderen Lernenden über die Schulter schauen. 
  • Du kannst dich bei Lernenden im Schnupperlehrbetrieb erkundigen und sie fragen, was ihnen am Lehrberuf und Lehrbetrieb gefällt und was weniger. 
  • Du lernst die Berufsbildungsverantwortlichen kennen.
  • Du erfährst mehr über die Unternehmenskultur und erlebst die Arbeitsatmosphäre.
  • Du lernst das Team kennen, in dem du arbeiten würdest. 

Während einer Schnupperlehre prasseln eine Menge Eindrücke auf dich herab. Entscheidend ist, wie du diese Eindrück einordnest. Lass sie setzen.

Du solltest dich jedoch nicht alleine darauf verlassen. Versuche, deine Erlebnisse und Erfahrungen einheitlich anhand von Bewertungskriterien auszuwerten (das machen die Schnupperlehrbetriebe übrigens mit dem Schnupperlehrbericht auch; hier ein Beispiel). 

Mit diesen Bewertungskriterien hast du eine Grundlage, Lehrbetriebe miteinander zu vergleichen. 

Bewertungskriterien

Untersuchungen zeigen, dass der Lohn während der beruflichen Grundbildung bei Lernenden nicht entscheidend ist.

Eine bedeutendere Rolle, wie eine Berufslehrzeit und ein Lehrbetrieb benotet werden, spielen

  • Respekt der Mitarbeitenden,
  • die Berufsausbildner, der Berufsbildner,
  • Betreuung durch Berufsbildner, Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens Berufsbildungsverantwortlichen (Betreuung am Arbeitsplatz, Lernen),
  • die Arbeitszeiten, 
  • die Arbeitsatmosphäre, 
  • Stimmung am Arbeitsplatz,
  • Zusammenarbeit im Team,
  • die Arbeitsaufgaben und 
  • die Abwechslung der Arbeitstätigkeiten. 

Genau auf diese Bewertungskriterien setzen Lernende an, die ihren Lehrbetrieb benoten. Mit diesen Kriterien solltest du einen vielleicht zukünftigen Lehrbetrieb vorab abprüfen. 

Hinweise dazu liefert übrigens auch die Unternehmenswebseite. Ebenso aufschlussreiche Erkenntnisse kannst du während eines Bewerbungsgesprächs gewinnen.

Jede Frage bringt mehr Klarheit

Die Zauberformel heisst Fragen stellen und hinterfragen: Bereite im Vorfeld der Schnupperlehre oder des Bewerbungsgesprächs Fragen zum Lehrbetrieb vor. Schaue hinter die Kulissen.

Diesen gehst du dann selber nach, beantwortest du dir also selber oder du richtest sie an die Berufsbildungsverantwortlichen und die Lernenden. 

Die Antworten dazu geben nicht nur Aufschluss über die Arbeitsbedingungen und Abläufe ihm Lehrbetrieb. Sie zeigen dir auch auf , ob du mit den Mitarbeitenden im Lehrbetrieb klarkommen könntest. 

Die Wahrheit liegt im Lehrbetrieb

Natürlich wirst du erst während der Lehrzeit erfahren, wie es wirklich ist, im Lehrbetrieb zu arbeiten. 
Du kannst nicht alles vorhersehen.

Gehst du vor deiner Lehre gezielt anhand von Bewertungskriterien vor, kannst du dir ein realistischeres Bild des Lehrbetriebs erarbeiten. 

  • Du vermeidest, dass du dich zu schnell für einen Lehrbetrieb entscheidest.
  • Ausserdem lässt du dich nicht so leicht blenden.







15.11.19

Der ideale Lehrbetrieb

Der ideale Lehrbetrieb






Schnupperlehre und Lehrbetrieb

In der Schule wird Schüler*innen eingetrichtert, unbedingt eine Schnupperlehre im Lehrbetrieb zu absolvieren.

Eine Schnupperlehre ist nie verkehrt. Du tauchst in den Arbeitsalltag ein. So gelingt dir besser, abzuschätzen, ob dir der Beruf und der Lehrbetrieb zusagen.

Umgekehrt, lernt dich der Lehrbetrieb besser kennen.

Beide Seiten versuchen sich natürlich von der besten Seite zu zeigen. Sie sollten es jedoch nicht allzu fest übertreiben.


Falsche Hoffnungen und Versprechungen

Machen sich Schüler*in beziehungsweise Lehrbetrieb nämlich einander etwas vor, kündigen sich dunkle Wolken, die das Verhältnis eintrüben, schon an.

Das Desaster tritt während der Lehrzeit unvermeidlich zu tage. Enttäuschungen und sogar Lehrabbrüche sind die Folge.

  • Enttäuschte Schüler*innen beziehungsweise Lernende von der Schnupperlehre und/oder vom Lehrbetrieb bemängeln, dass der Ausbildungsbetrieb keine realistisches Bild vom Lehrberuf und dem Lehrbetrieb vermittelt hat. 
  • Wenn Lehrbetriebe falsche Tatsachen vorgaukeln, bemerken Lernende diese Mängel verständlicherweise leider erst, nachdem sie die Lehre angetreten haben.
  • Umgekehrt beklagen sich Lehrbetriebe (Lehrmeister) darüber, dass die Schüler*innen sich nicht den Anforderungen entsprechend verhalten.
  • Sie bemängeln, dass Lernende schnell überfordert sind, sich zu wenig anstrengen, sich vom Smartphone ablenken lassen und keine Lust an der Arbeit zeigen, unpünktlich sind, der Durchhaltewillen gering ist oder die Disziplin fehlt.


Abhilfe

So weit muss es nicht kommen, wenn Schüler*innen, Lernende und Lehrbetrieb sich auf Augenhöhe und ehrlich austauschen.

Erwartungen, welche zu erfüllen sind und Vorstellungen, die gehegt werden, sollten im Vorfeld der Schnupperlehre oder Lehre klar und deutlich angesprochen werden.

  • Als Schüler*in solltest du den Lehrbetriebe direkt auf den Puls fühlen. Das Zauberwort heisst Fragen stellen. 
  • Du solltest dich natürlich an die Gepflogenheiten und Vorgaben des Lehrbetriebs halten und dich entsprechend verhalten.
  • Von Lehrbetrieben kann erwartet werden, dass sie dir keine falschen Versprechungen machen und dir die Erwartungen, Vorgaben und Richtlinien verständlich und deutlich machen.
  • Lehrbetriebe sollten schon während der Schnupperlehre oder beim Bewerbungsgespräch aufzeigen, welche Anforderungen an Lernende gestellt werden.


Wie erkennst du den idealen Lehrbetrieb?

Bei einem Lehrberuf zählt nicht nur der Lohn. Was nützt dir der Lohn, wenn dir der Beruf nicht gefällt oder du mit dem Berufsbildungsverantwortlichen nicht klar kommst?

Die Hauptpunkte, worauf es bei der Wahl des Lehrbetriebs ankommt, sind auf der Webseite www.bewerbungsablauf.ch aufgezählt.

Schaue beispielsweise darauf, dass
  • der Lehrbetrieb klare Ausbildungsvorgaben macht
  • dich während der Lehre fördert (frage bei älteren Lernenden des Lehrbetriebs nach, ob dies erfüllt ist).
  • du eine feste Ansprechsperson während der Lehrzeit hast
  • du anständig behandelt wirst
  • er dir lehrjahrsgerechte Aufgaben überträgt
  • dich auch für die Berufsfachschule und den Prüfungen unterstützt




15.04.18

Der vermeintlich ideale Lehrbetrieb

Kratzen Schnupperlehren und Schnuppertage nur an der Oberfläche eines Lehrberufs?


Wie tief ist eigentlich der Einblick, den du während einer Schnupperlehre in einen Lehrberuf und einen Lehrbetrieb erhältst?

Welche Informationen du daraus gewinnst, hängt in hohem Masse von dir ab.




Berufsberater*innen und Lehrkräfte empfehlen Schülerinnen und Schülern in mehreren Berufsfeldern zu schnuppern.
Mehrere Schnupperlehren und -tage bringen Vorteile.

  • Du lernst mehrere Berufe kennen
  • Du blickst in die unterschiedlichsten Arbeitsumgebungen und -abteilungen hinein
  • Du lernst verschiedene Ausbildungsbetriebe und Unternehmenskulturen kennen
  • Du erfährst von den Bildungsverantwortlichen und Mitarbeitenden viel über den Berufsalltag

Diese Eindrücke erlauben dir, Vergleiche zwischen Lehrberufen und/oder Unternehmen zu ziehen.


Gehe gründlich vor, lass dich nicht blenden.

Tauche in den Lehrberuf ein, blicke auch hinter die Kulissen von Lehrberuf und Lehrbetrieb:

  • Mach dir während der Schnupperlehre oder während der Schnuppertage Notizen
  • Stelle der/dem Berufsbildner*in Fragen, auch über die Schattenseiten des Lehrberufs.
  • Fühle dem Lehrberuf, den Arbeitsbedingungen (z.B. Arbeitszeiten) und den Anforderungen der Berufsfachschule auf den Zahn.
  • Prüfe, ob dir die Arbeitsumgebung und die/der Berufsbildner*in passen (lass dich nicht vom Lernendenlohn beeindrucken).
  • Erstelle für jede Schnupperlehre einen Schnupperlehrbericht (diesen kannst du deiner Bewerbung beilegen).


Eine Lehre (EBA, EFZ) dauert 2-4 Jahre. Je besser du dich über den Lehrberuf und den Lehrbetrieb vorher erkundigst, desto

  • weniger erlebst du während der Lehre böse Überraschungen.
  • geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Lehre abbrechen wirst.

Lass dich bei der Berufswahl nicht zu fest von deinen Kolleg*innen beeinflussen. Sprich mit Lernenden, die schon in der Lehre sind - am besten mit solchen des Lehrbetriebs, der dich anspricht.

Posts