28.07.25

KI-Chatbots: Berufswahl, Bewerbungsdokumente, Bewerbungsgespräche

KI-Chatbots für deine Lehrstelle






AI Chatbots für Berufswahl, Bewerbungsdossier, Bewerbungsgespräche

Der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) schwirrt überall herum.

Sicherlich hast du schon mal KI-Chatbots wie CHATGPT, COPILOT, LECHAT, DEEPSEEK ausprobiert. 

Aber hast du schon daran gedacht, solche AI-Chatbots für deine Lehrstellensuche und Lehrstellenbewerbung einzusetzen?

Auf der Webseite BERUFSWAHLFAHRPLAN.CH lernst du, wie du einen Prompt erfasst und so relevante KI-Antworten erhältst.

KI-Chatbots helfen dir bei der Berufswahl und optimieren Bewerbungsdokumente. Mit KI-Chatbots übst du auch Vorstellungsgespräche.

Lerne zudem alle wichtigen KI-Begriffe und die Vorteile und Nachteile von KI kennen.


Nachfolge

BEWERBUNGSABLAUF.ch ist Geschichte. 

Doch sie hat eine Nachfolgewebseite: BERUFSWAHLFAHRPLAN.ch.


15.04.24

Blogs von YOUSTY.ch

 Blogs von YOUSTY.ch






Das Blog von BEWERBUNGSABLAUF.CH pausiert. Kein Grund für dich, die bisherigen Blogartikel nicht zu durchstöbern.

BEWERBUNGSABLAUF.CH hat jetzt übrigens eine Nachfolge: BERUFSWAHLFAHRPLAN.CH

Mit noch mehr aktuellen Inhalten, um dich besser zu bewerben. 


Wusstest du auch, dass YOUSTY.ch auch Blogs am Start hat? 

Blog Berufsbildung: Berufsbildung

Blog Berufswahl: Berufswahl

15.03.24

Pause

 

Eine Pause




Die Zeitabfolge 

Alles begann mit einem Einfall: Eine Zeitabfolge, welche vorab Schülerinnen und Schülern den Weg von der Schule zur Berufslehre und zum Berufsabschluss Schritt für Schritt aufzeigt. 

Mit BEWERBUNGSABLAUF.ch (neu BERUFSWAHLFAHRPLAN.ch) haben wir diesen Einfall in einer Webseite umgesetzt. 

  • Sie gibt den zahlreichen Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrpersonen mit der Zeitabfolge einen kostenlosen Richtungsweiser bei der Berufsfindung und Berufsauswahl an die Hand. 
  • Unzählige Rückmeldungen zeigen uns, dass die Zeitabfolge dabei hilft, die Schritte zeitlich einzuordnen und sich besser zu bewerben.

Mit dem Start der Webseite begannen wir jeden Monat einen Blogartikel zu veröffentlichen.

Auch hier können wir zu Recht behaupten, mit unseren Blogbeiträgen bislang die Berufswahl von Schülerinnen und Schülern mitgeprägt und erleichtert zu haben. 

Pause

Mit den Blogartikeln haben wir das breitgefächerte Feld der beruflichen Grundbildung fast vollständig abgedeckt. 

Die bisherigen Blogartikel haben nichts an ihrer Bedeutung verloren. 

Ein Feld allerdings fehlt noch: KI. 

Bevor wir uns mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die berufliche Grundbildung auseinandersetzen werden, legen wir jetzt eine Blog-Pause ein. 

Pausen beziehungsweise Kurzpausen sind übrigens wichtig im Berufsalltag wie die Forschungsergebnisse der Arbeits- und Organisationspsychologie klar zeigen. Gönne dir also auch während deiner Lehrzeit (im Ausbildungsunternehmen und in der Berufsfachschule) eine Kurzpause, damit wieder mit vollem Tatendrang durchstarten kannst.

Nachfolge

BEWERBUNGSABLAUF.ch ist Geschichte. 

Doch sie hat eine Nachfolgewebseite: BERUFSWAHLFAHRPLAN.ch.



15.02.24

Bewerbungsgespräche: Ablauf und deine Fragen

Einstellungsinterviews 




Vorbereitung ist alles

Ob das Gespräch nun Bewerbungsgespräch, Einstellungsinterview oder Vorstellungsgespräch genannt wird (begrifflich bedeuten sie das gleiche), Anspannung und Aufregung vor einem solchen Gespräch sind garantiert.

Mit einer Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, hast du die Ziellinie zwar noch nicht überschritten, aber kommst deinem Ziel für einen Ausbildungsplatz schon nahe.

Wenn du für ein solches Gespräch eingeladen wirst, signalisiert der Lehrbetrieb Interesse an dir. 

Je besser du dich darauf vorbereitest, umso gelassener wirst du ins Gespräch gehen und umso mehr wirst du beim Unternehmen punkten.

Ablauf

Ein Einstellungsinterview folgt normalerweise einem klaren Ablauf.

Du erfährst hier alles, was du zum Ablauf eines Vorstellungsgesprächs wissen musst: BEWERBUNGSABLAUF.ch.

Fragen

Das Unternehmen wird dir Fragen stellen, um dich als Person noch genauer kennenzulernen. 

Umgekehrt kannst du auch Fragen ins Gespräch einbringen.
Auf der Webseite EPIJOB.ch findest du Fragebeispiele. Lasse dich von diesen Fragen anregen, eigene Fragen zu notieren. 

Achte darauf, dass du nicht Fragen stellst, die du vielleicht schon auf der Webseite des Ausbildungsunternehmens beantwortet erhältst. 

Mit Fragen zeigst du, dass du dich mit dem Unternehmen und dem Lehrberuf auseinandergesetzt hast Du vermittelst dem Unternehmen, dass du jetzt noch mehr Einzelheiten dazu wissen möchtest. 

Deine Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden aufhorchen, wenn du kluge Fragen beisteuerst. Damit fällst du auf. Du steigerst deine Chancen, für die ausgeschriebene Lehrstelle ausgewählt zu werden.




15.01.24

Zu spät für einen Berufsabschluss?

Ist es schon zu spät für einen Berufsabschluss?





Die Weichen neu stellen

Die Schweiz hat ein Bildungssystem, dass eigentlich allen Schülerinnen und Schülern Voraussetzungen schafft, eine Berufslehre zu ergreifen. 

Dennoch haben nicht alle Erwachsenen einen anerkannten Berufsabschluss. Unter diese Erwachsenen fallen nicht nur nur Ausländerinnen und Ausländer, die zugewandert sind sondern auch Erwachsene, die ihre Schulzeit in der Schweiz verbracht haben. 

Mit einem Berufsabschluss können diese Erwachsenen die Weichen neu stellen.

Doch ist es wirklich nie zu spät für einen Berufsabschluss? 

Nein. Die zunehmende Zahl von Berufsabschlüssen durch erwachsene Personen zeigt, dass der Weg Schule - Berufslehre nicht der einzige ist. Auch (ältere) Erwachsene können eine Berufslehre abschliessen, vorausgesetzt sie bringen - abhängig vom gewählten Lehrberuf - Grundkompetenzen für den angestrebten Lehrberuf mit. 

Nicht zu unterschätzen sind die finanziellen Mittel, die beschafft und aufgebracht werden müssen. Auch die Zeit, die für Lernen anfällt, muss freigehalten werden können. Hier unterstützen die Ausbildungsunternehmen auch mit.

Mit einem nachgeholten Berufsabschluss verbessern sich diese Erwachsenen ihre Stellung im Arbeitsmarkt. Ausserdem verdienen sie normalerweise mehr und sichern ich einen Zugang zu Weiterbildungsoptionen. 


Wege zum Berufsabschluss für Erwachsene 

Je nach Beruf und Voraussetzungen bieten sich Erwachsenen ohne Berufsabschluss folgende Wege, einen anerkannten Berufsabschluss zu erlangen:

  • Direkte Zulassung zur Abschlussprüfung aufgrund Berufserfahrung und individueller Vorbereitung
  • Validierung der Bildungsleistungen durch die Dokumentation der in der Praxis erworbenen beruflichen Kompetenzen (nicht allen Berufen möglich). 
  • Verkürzte berufliche Grundbildung aufgrund eines anderen Berufsabschlusses oder eine Mittelschulabschlusses.
  • Reguläre berufliche Grundbildung (in einigen Berufen werden an den Berufsfachschulen Erwachsenenklassen geführt).
In allen Fällen helfen die Berufs-  und Laufbahnberatungsstellen bei Fragen weiter. 



15.12.23

Deine Optionen nach der Berufslehre

Der Abschluss deiner Berufslehre ist in Reichweite? Was folgt danach?





Deine Optionen nach der Lehre

Lernende kurz vor Abschluss der beruflichen Grundausbildung stehen vor der Frage, wie es danach für sie weitergeht. 

Es lohnt sich, dir frühzeitig, also vor deiner Lehrabschlussprüfung Gedanken dazu zu machen. Steckst du schon mittendrin in den Qualifikationsverfahren, hast du dafür wahrscheinlich keine Zeit übrig. 

Du hast zahlreiche Optionen, um dir eine berufliche Zukunft aufzubauen:

  • Weiterarbeit im Ausbildungsunternehmen
    Du arbeitest nach der Lehre erstmals im Unternehmen weiter (allenfalls musst du dich auf eine freie Stelle in diesem Unternehmen bewerben).
  • Weiterarbeit auf dem erlernten Beruf 
    Falls du im angestammten Beruf weiterarbeiten möchtest, aber in einem anderen Unternehmen anheuern möchtest, musst du dir eine Stelle suchen. 
  • Sprachaufenthalt 
    Du kannst auch deine Sprachkenntnisse verbessern, mit einem Sprachaufenthalt.
  • Berufsmaturität 
    Die Berufsmatura ist Bedingung, um an einer Fachhochschule zu studieren. Diese wird in Vollzeit oder berufsbegleitend angeboten. 
  • Höhere Berufsbildung 
    Nach erfolgreichen Abschluss der Berufslehre kann eine höhere Fachschule absolviert werden.
  • Zweitausbildung 
    Falls du dich für einen anderen Beruf interessiert, kannst du eine Zweitlehre machen.
Je eher du dich im letzten Berufsbildungsjahr mit diesen Optionen befasst, umso weniger gerätst du unter Zeitdruck und umso weniger verpasst du Anmeldungstermine.




15.11.23

Plattform nachwuchskraefte.ch für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger

nachwuchskräfte.ch: Die Plattform, die den traditionellen Job-Suchprozess umgekehrt



Berufserfahrung

Der Berufseinstieg kann für frisch ausgebildete Fachkräfte knifflig ausfallen. 

Unternehmen suchen nämlich vorzugsweise nach Arbeitskräften, die Berufserfahrung aufweisen können. Eine Einarbeitung kostet. Dabei unterschätzen sie, wie schnell sich junge Nachwuchskräfte in ein Gebiet einarbeiten und sich Kompetenzen aneignen können. 

Einige Unternehmen allerdings haben gemerkt, dass sie auf Arbeitskräfte mit weniger Berufserfahrung zugehen sollten, um einem Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen entgegenzuwirken. 

Sie haben erkannt, dass Berufseinsteigerinnen, Berufseinsteiger und Nachwuchskräfte aktuelles Wissen aus ihrer Ausbildung oder ihrem Studium mitbringen, die Unternehmen im positiven Sinne durchrütteln können.

Auf der Plattform nachwuchskraefte.ch finden junge Fachkräfte und Unternehmen zueinander.

Plattform nachwuchskraefte.ch  

Die Plattform nachwuchskraefte.ch richtet sich an Studien- und Berufsabsolventinnen und Berufsabsolventen sowie junge Fachkräfte, welche den Jobeinstieg suchen oder an einem Jobwechsel interessiert sind. Diese können kostenlos ihr Profil hinterlegen. 

Über dieses Profil können sie direkt von Unternehmen gefunden und kontaktiert werden.

Unternehmen oder andere Interessengruppen können nach der Registrierung die Profile von Nachwuchs- bzw. Fachkräften einsehen. Filter erlauben es, die optimale Nachwuchskraft zu finden.

Für beide Seiten verkürzt sich der Personalrekrutierungs- und Bewerbungsprozess. 

Ziele der Plattform

Die Plattform verfolgt hauptsächlich die folgenden Ziele

  1. Das übergeordnete Ziel ist es, dass sich Arbeitgeber und stellensuchende Nachwuchskräfte finden können und so der Personalrekrutierungsprozess und der Bewerbungsprozess für beide Seiten vereinfacht wird.
  2. Sie macht zudem auf das nicht ausgeschöpfte Angebot an Nachwuchskräften in der Schweiz aufmerksam machen. 
  3. Die Plattform bezeichnet sich als wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel und soll helfen, dass Unternehmen ihre Fachkräfte in allen Berufsgebieten finden.
Hinter der Plattform steckt ein Verein, der den Berufseinstieg vereinfachen will.



15.10.23

Ein einziges Login für Online-Dienste in Schule und Ausbildung? EDULOG.

Online-Dienste in der Schule mit den gleichen Login-Daten nutzen? Ist das sicher?




Registrierung für und Anmeldung für Online-Dienste in Schule und Ausbildung

In der Schule und der Berufsfachschule halten Lernplattformen, digitale Lehr- und Lernmittel und Online Dienste zunehmend Einzug. 

Um diese Programmen und Dienste nutzen zu können, musst du dich registrieren, d.h. ein Konto (Account) oder ein Profil erstellen. 

Für jedes Konto musst du dir einen Benutzernamen und ein Passwort einfallen lassen und merken. 

Da kannst du schnell mal den Überblick über die Login-Daten und Konten verlieren.

Um dich bei einem dieser Online-Dienste anmelden zu können, darfst du die Login-Daten nicht vergessen. 

Vielfach verliert ein solches Konto seine Gültigkeit bei einem Schul- oder Klassenwechsel.

Ausserdem musst du personenbezogene Daten (beispielsweise Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht) eingeben und bekannt geben. 

Diese Daten werden an die Anbieter dieser Dienste weitergleitet. Der Datenschutz ist nicht immer gewährleistet.

Geht das nicht einfacher und übersichtlicher und vor allem sicherer?

Doch! Hier kommt EDULOG ins Spiel.


Login mit einem Pseudonym von EDULOG

Um dich bei Lernplattformen und Online-Diensten zu registrieren und anzumelden, benötigst du zwar auch einen Account. 

Du verwendest dafür aber nicht mehr deine eigenen personenbezogenen Daten, sondern ein Pseudonym. Dieses erstellst du bei EDULOG.

Damit du dieses Pseudonym bei EDULOG erstellen kannst, muss dir die Schule eine digitale Identität ausstellen. Diese Daten leitet die Schule im Hintergrund an EDULOG weiter. 

Danach kannst du bei EDULOG ein Pseudonym anlegen.

Mit diesem Pseudonym kannst du anschliessend die Angebote von Online-Diensten nutzen, ohne deine personenbezogenen Daten ein-/angeben zu müssen. 

Ohne Pseudonym müsstest du dich dort zuerst registrieren und deine personenbezogenen Daten hinterlegen (und dein Benutzername und dein Passwort merken). 

Dieser Schritt fällt dank EDULOG weg. 


EDULOG

EDULOG ist ein Teil von EDUCA (www.edulog.ch). 

EDULOG ist die Föderation der Identitätsdienste im Bildungsraum Schweiz – im Auftrag der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK).

Mit EDULOG wird für Schülerinnen und Schüler, Lernende und Mitarbeitende von Bildungseinrichtungen der Zugang zu Online-Diensten in Schule und Unterricht vereinfacht und vereinheitlicht. 

EDULOG schützt die digitalen Identitäten. Sie gewährleistet einen sicheren Zugang zu Online-Diensten und erleichtert Mobilität im Bildungsraum Schweiz.


So funktioniert EDULOG

Wie EDULOG funktioniert, beschreibt EDULOG auf der Webseite:

Damit EDULOG seine Vorteilel ausspielen kann, braucht es mehrere Akteure. 

  • Schulen
    Auf der einen Seite sind es die Kantone, Gemeinden oder Schulen, welche die digitalen Identitäten für ihre Schulangehörigen ausstellen. Sie sind Identitätsanbieter.

  • Anbieter
    Auf der anderen Seite sind es private oder öffentliche Anbieter von Online-Diensten (z.B. Online-Angebote von Lehrmittelverlagen, Cloud-Lösungen oder Lern-Apps), mit denen im Unterricht gearbeitet wird. 

  • EDULOG 
    Identitätsanbieter und Dienstleistungsanbieter können sich beide an die technische Schnittstelle von EDUOLOG anbinden.
    Damit ist EDULOG als Vermittlerin zwischen Identitätsanbietern und Dienstleistungsanbieter geschaltet.

  • Nutzerinnen und Nutzer 
    Die Schülerinnen und Schüler erstellen auf der Webseite von EDULOG ein Pseudonym. Dieses verwenden sie, um sich bei Dienstleistungsanbietern anzumelden. So können sie Angebote nutzen, ohne ihre personenbezogenen Daten preisgeben zu müssen.



Um EDULOG einzusetzen, muss der Kanton, die Gemeinde oder die Schule ihren Identitätsdienst mit EDULOG verbinden und die Identitäten der Nutzerinnen und Nutzer verknüpfen. 

Anschliessend erstellen die Nutzerinnen und Nutzer bei EDULOG in wenigen Schritten ihr eigenes Pseudonym. Mit diesem Pseudonym können sie auf alle Online-Dienste zugreifen, die mit EDULOG verbunden sind und für die sie eine Lizenz haben. So zum Beispiel auf Online-Angebote von Lehrmittelverlagen, auf Cloud-Lösungen oder Lern-Apps.

EDULOG steht den Kindern und Jugendlichen während der obligatorischen Schule und in den Berufsfachschulen zur Verfügung. Ihr Pseudonym bleibt auch bei einem Orts- oder Schulwechsel gültig.






15.09.23

Unbesetzte und unbeliebte Lehrstellen: Trotzdem deine Lehrstelle?

Unbesetzte und unbeliebte Lehrstellen: Gerade dein Ding?




Offene Lehrstellen

Gemäss dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation konnten im Jahr 2023 mehr als 48'000 Lehrstellen besetzt werden. Das sind 63 Prozent aller angebotenen Lehrstellen. 

Das heisst gleichzeitig, dass 37 Prozent der Lehrstellen unbesetzt sind. 

Übersteigt das Angebot an Lehrstellen die Nachfrage nach Lehrstellen, ziehen meistens die weniger attraktiven Lehrstellen den Kürzeren.

Für diese unbeliebteren Ausbildungsplätze finden sich keine oder nicht geeignete Lehrlinge.

Gerade im Detailhandel, im Bau, bei der Gastronomiebranche, der Reinigung und der Abfallentsorgung laufen die Lehrstellenangebote ins Leere.

Letztlich bleiben so jährlich rund 10'000 Lehrstellen offen. 


Sind unbeliebtere Lehrstellen deine Chance?

Du weisst von deinem Berufswahlunterricht, dass du Lehrberufe, für die du dich interessierst, genau unter die Lupe nehmen solltest. 

Tust du dich schwer, eine passende Lehrstelle in deinem bevorzugten Bereich zu finden, solltest du nicht stur daran festhalten. 

Es ist vielleicht vorteilhafter, auf Lehrstellen auszuweichen, die allgemein bei Schülerinnen und Schülern nicht so beliebt sind. 

Lass dich nicht von Vorurteilen und Meinungen gegenüber solchen Lehrberufen einlullen: Mache dir selber ein Bild davon. Sprich mit Berufsbildungsverantwortlichen und Lernenden aus dieser Branche. Eine Gelegenheit dazu hast du an Berufs- und Ausbildungsmessen (die Termine findest du auf der Webseite BEWERBUNGSABLAUF.ch). 

Du wirst schnell merken, dass diese Lehrberufe nicht steckengeblieben sind. Die Berufsbilder haben sich auch hier geändert. Die Anforderungen sind ganz andere als sie vielleicht deine Eltern noch im Kopf haben.


Keine Sackgasse

Sich für einen Lehrberuf zu entscheiden, heisst nicht, dass du dein ganzes Leben diesen Beruf ausüben wirst. Eine abgeschlossene Lehre ist häufig ein Sprungbrett für deine weitere berufliche Laufbahn. Das gilt auch für Lehrberufe, die nicht so beliebt sind.

Machst du zum Beispiel eine Lehre zur Strassentransportfachfrau EFZ beziehungsweise zum Strassentransportfachmann EFZ, kannst du beispielsweise danach bei der Berufsfeuerwehr anheuern. Das Wissen, das du dir in der Lehre angeeignet hast, kannst du auch im neuen Berufsumfeld nutzen. 

Es lohnt sich also, sich mit unbeliebteren Lehrberufe zu befassen.


Noch keinen Lehrvertrag in der Tasche?

Solltest du jetzt noch keinen Lehrvertrag unterschrieben haben: Lehrverträge können noch bis Oktober unterzeichnet werden. 

Es gibt jedes Jahr Jugendliche, die im September noch Lehrstellen für das laufende Jahr finden. Gutmöglich, dass du bei einer unbeliebteren Lehrstelle dein Berufsglück findest!








15.08.23

Rückzug einer Zusage für Lehrstelle

Zusage für die Lehrstelle zurückziehen




Mehrere Bewerbungen

Auf der Webseite BEWERBUNGSABLAUF.ch wird dir geraten, dich auf mehrere, zu dir passende Lehrstellen zu bewerben. Dadurch erhöhst du deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Klar musst du danach mit Absagen auf deine Bewerbungen rechnen. 

Umgekehrt kann aber auch der Fall eintreten, dass du mehrere Zusagen für einen Ausbildungsplatz erhältst. 


Dilemma

Was machst du, wenn ein Lehrbetrieb zugesagt hat, und danach eine weitere Zusage eines anderen Unternehmens eintrudelt?

Wie gehst du vor, wenn du dem einen Unternehmen schon eine Zusage für die Lehrstelle gegeben hast?


Mehrere Lehrstellenzusagen

Ganz schön knifflig, insbesondere, wenn du dem einen Unternehmen schon zugesagt hast. Du hast jetzt die Qual der Wahl - und musst  dir überlegen, wie du wieder aus dieser Nummer herauskommst.

Zuerst solltest du dir klar darüber werden, welcher Lehrbetrieb dir mehr zusagt und wo dir das Arbeitsumfeld besser gefällt.

Dem bevorzugten Unternehmen teilst du dann mit, dass du dich für seine Lehrstelle entschieden hast und gerne die Berufslehre dort antreten willst.

Aber da ist ja noch das andere Unternehmen, das dir gerne eine Lehrstelle anbieten würde - oder dem du schon eine Zusage für die Lehrstelle erteilt hast und dessen Angebot du nun ablehnst. 

  • Du solltest immer daran denken, dass jedes Unternehmen viel Zeit für die Besetzung einer Lehrstelle aufgewendet hat. Schnupperlehre, Sichtung der Bewerbungsdokumente, Auswahl der Bewerber ist mit Zeitaufwand und Kosten verbunden.

  • Du schuldest ihm also eine Antwort - allerdings erst, wenn du die andere Lehrstelle wirklich auf sicher hast. Auf sicher hast du sie, wenn der Lehrvertrag unterzeichnet von allen drei Parteien unterzeichnet ist.

  • Gib dem Unternehmen rechtzeitig Bescheid, dass du dich umentschieden hast beziehungsweise die Lehrstellenzusage zurückziehen willst. 

  • Begründe deine Entscheidung verständlich in einer schriftlichen Absage (Brief, Mail). Vergiss nicht, dich für das Angebot und den Vertrauensvorschuss zu bedanken.

  • Je eher du das Unternehmen informierst, dessen Lehrstellenangebot du abgelehnt hast, desto schneller gibst du die Lehrstelle für andere Bewerberinnen und Bewerber frei.
    Damit blockierst du die Lehrstelle nicht mehr und gibst anderen Schülerinnen und Schülern eine Bewerbungschance.







15.07.23

Ansteigende Durchfallquote bei Lehrabschlussprüfungen

Immer mehr Auszubildende schaffen die Berufslehre nicht


Durchfallquote bei Lehrabschlussprüfungen angestiegen

Die Durchfallquoten in der beruflichen Grundbildung sind wieder angestiegen. 

Sie sind zu hoch.

Im Durchschnitt, also über alle Lehrberufe hinweg, beträgt diese Quote 9.1%. In manchen Berufszweigen ist sie sogar 25%-30% und höher. 


Quelle: DerBund.ch (13.07.2023, Online-Artikel)


Welche Folgen hat ein fehlender Berufsabschluss?

Ohne Berufslehrabschluss am Ende der Lehrzeit dazustehen, kann eine Abwärtsspirale lostreten. 

Sich aus eigener Kraft aus 'diesem Loch zu ziehen', schaffen nicht alle. 

Gelingt der Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht, sind die Aussichten oftmals schlecht. 

  • Die nicht erfolgreichen Lehrabgängerinnen und -abgänger müssen sich mit tieferen Löhnen und befristeten Arbeitsverträgen durchschlagen/behaupten.
  • Ihnen droht, den Anschluss an zukünftige Bildungen und Weiterbildungen zu verlieren.  
  • Gelingt ihnen der Einstieg nicht auf Anhieb, landen sie schlimmstenfalls in der Sozialhilfe oder bei der Invalidenversicherung.


Wieso sind die Durchfallquoten so hoch?

Wieso rasseln so viele Lernende durch die Lehrabschlussprüfung?

Diese Frage zu beantworten ist dringlich, denn jeder Auszubildende, der das Qualifikationsverfahren nicht erfolgreich durchlaufen hat, ist einer zu viel.

Eine hohe Durchfallquote kann eine Folge einer schlechten Berufsausbildung sein. Sie kann aber auf Folge höherer Qualitätsanforderungen an einen Lehrberuf sein.

Ein weiterer Grund liegt in der Attraktivität eines Berufs. 

Attraktivere Berufsgattungen ziehen teilweise Schülerinnen und Schüler mit besseren schulischen Leistungen, besserem handwerklichen Geschick und sozialen Umgangsformen (social skills) an.

Es sind meistens Lehrberufe, bei denen Lehrstellen viel schneller besetzt werden können. 

Ist ein Lehrberuf nicht so attraktiv, wird er häufig als nicht erste Wahl eingestuft. Solche Lehrstellen sind nicht so gefragt. 

Finden Schülerinnen und Schüler im Lehrberuf ihrer Wahl keine Lehrstelle, weichen sie - notgedrungen - auf solche Lehrstellen aus. 

Auszubildende, die nicht von ihrem Lehrberuf wirklich überzeugt sind, laufen eher Gefahr, ihre Lehre abzubrechen oder die die Lehrabschlussprüfung zu versemmeln.


Wie kannst du vermeiden, dass du bei der Lehrabschlussprüfung durchfällst?

Eine Erfolgsgarantie für ein erfolgreiches Qualifikationsverfahren hast du nie.

Du kannst aber im Vorfeld - schon während deiner obligatorischen Schulzeit - Vorkehrungen treffen, damit es nicht soweit kommt.

  • Du solltest dir genau überlegen, welchen Lehrberuf du ergreifen willst. Besuche Informationsveranstaltungen und mache Schnupperlehren. 
  • Solltest du in deinem Wunschlehrberuf keine Lehrstelle finden, solltest du auf einen anderen Lehrberuf ausweichen, der dich auch anspricht. 
  • Überlege dir, ob du dir vorstellen kannst, 3 oder 4 Jahre in diesem Lehrberuf zu arbeiten. 
  • Nimm dir den Lehrbetrieb genau unter die Lupe. Glaube nicht Versprechungen. Frage stattdessen Lernende, die ihre Lehre dort absolvieren oder Berufsleute, die dort ihre Lehre gemacht und abgeschlossen haben. 
  • Du musst dir im Klaren über die Anforderungen des Lehrberufs in der täglichen Arbeit im Ausbildungsunternehmen werden. 
  • Du solltest dich mit dem Schulstoff, der in der Berufsschule auf dich zukommen wird, befassen. 

Bist du schon in einer Berufslehre, die dir nicht mehr zusagt, solltest dir überlegen, ob du den Lehrbetrieb wechseln, die Lehre abbrechen oder sie trotzdem durchziehen sollst. 


Was häufig untergeht

Wusstest du, dass es erfolgreiche Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger gibt, die vor der Lehre meinten, den richtigen Lehrberuf ausgewählt zu haben und sich während der Lehre schwer damit tun - und dann später nicht mehr in diesem erlernten Beruf arbeiten?

Das zeigt: Du musst schon Gefallen am Lehrberuf haben, den du erlernst, sonst wird die Berufslehre zu einer Durchhalteübung. 

Du solltest aber nicht meinen, dass du in einer beruflichen Sackgasse gelandet bist, wenn du während der Berufslehre merkst, dass du dich 'falsch' entschieden hast. Manchmal ist es besser du hältst bist am Ende durch und du hängst dich im Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule rein. 

Hast du das eidgenössische Fähigkeitszeugnis nämlich mal in der Tasche, kannst du im Anschluss dein neues Berufstätigkeitsfeld anpeilen. Mit einem entscheidenden Vorteil: Du kannst einen Berufsabschluss vorweisen. 

15.06.23

Ausbildungsverbund JOMB.ch

Ausbildungsverbünde





Was ist ein Ausbildungsverbund? 

Dank Ausbildungsverbünden können auch kleinere Unternehmen Lernende ausbilden. Diese Unternehmen sind häufig so spezialisiert, dass sie nicht alle Bereiche eines Lehrberufes abdecken können und deshalb gar keine Lehrstellen anbieten. 

Ausbildungsverbünde springen in die Lücke. Sie ermöglichen solchen Unternehmen, Lehrstellen anzubieten.

Dabei stellt der einzelne Ausbildungsverbund die Lernenden ein. Die praktische Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden in Rotation in mehreren Ausbildungsunternehmen. 

Diese Lehrstellenverbünde stellen sicher, dass Lernende eine vollständige berufliche Grundbildung erhalten. Die Lernenden haben grundsätzlich einen Lehrstellenvertrag mit dem Ausbildungsverbund.

Umgekehrt werden Ausbildungsunternehmen entlastet. Ein Ausbildungsverbund übernimmt nämlich sämtliche Aufgaben, die sonst jeder einzelne Praxisbetrieb machen müsste, wie beispielsweise 

  • Lehrstellenmarketing 
  • Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber 
  • Bildungsbewilligung
  • Information der Eltern 
  • Planung und Überwachung der Ausbildung gemäss Bildungsplan
  • Prüfungsvorbereitung 
  • Nachhilfe

Ein Ausbildungsverbund entlastet also die Lehrbetriebe von allen Administrationsaufgaben.  Er ist Ansprechpartner für die Lernenden. 

Lernenden bringt er einen entscheidenden Vorteil mit: Sie absolvieren ihre Ausbildung nicht nur in einem Lehrbetrieb, sondern in mehreren. So lernen sie verschiedene Tätigkeitsbereiche und Unternehmenskulturen kennen.


Ausbildungsverbund Jomb.ch 

Ein solcher Ausbildungsverbund ist Jomb. 

Er tritt als Leitlernbetrieb auf. Er sorgt dafür, dass die Praxisbetriebe ihren Ausbildungsverpflichtungen nachkommen und die Ausbildung dem Bildungsplan entsprechend erfolgt. 

Er wählt die Ausbildungsbetriebe aus und kontrolliert sie während der gesamten beruflichen Lehrzeit. Damit stellt er die Qualität der beruflichen Grundbildung sicher.

www.jomb.ch 





15.05.23

Nahtstellenbarometer

Nahtstellenbarometer 




Hintergrund

Der Nahtstellenbarometer erfasst Bildungsentscheide von Jugendlichen am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit und schätzt die Situation auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt ein..

Zu diesem Zweck wird jährlich eine Online-Umfrage bei Schülerinnen und Schülern, die ihre obligatorische Schulzeit beendet haben und bei Unternehmen durchgeführt.


Umfrageschwerpunkte

Die erste Umfrage erfolgt im April. Die zweite Umfrage folgt im August des jeweiligen Kalenderjahres:

In der April-Umfrage stehen folgende Fragestellungen im Vordergrund:

  • Jugendliche:
    Aktuelle Ausbildungssituation, Ausbildungsinteressen, Verlauf der Lehrstellenbewerbung oder Stand der Anmeldung an einer allgemeinbildenden Schule, aktuelle Zusagesituation
  • Unternehmen:
    Lehrstellenangebot, Stand der Lehrstellenvergabe, Stand des Entscheids über das Angebot, unbesetzte Lehrstellen im Vorjahr, Nachfragedruck bei den Unternehmen, Veränderung des Lehrstellenangebots

In der August-Umfrage stehen folgende Fragestellungen im Vordergrund:

  • Jugendliche:
    Aktuelle Ausbildungssituation, Beurteilung der aktuellen Ausbildungs-/Arbeitssituation, Übergangslösungen, Warteschlange, Anzahl Bewerbungen
  • Unternehmen:
    Lehrstellenangebot, Stand der Lehrstellenvergabe, offengebliebene Lehrstellen, Veränderung des Lehrstellenangebots

Tipps für deine Berufswahl

Die Ergebnisse der Umfrage geben dir Anhaltspunkte, z.B. über 

  • die gewählten Ausbildungspfade der Jugendlichen
  • der Wunschausbildung und der gewählten Ausbildung 
  • Unterstützer:innen bei der Ausbildungswahl und Ausbildungsentscheidung
  • Motive für Ausbildungswahl
  • Lehrberufe
  • Beginn mit Bewerbungen
  • Kanäle, um Lehrstellen zu finden
  • Schnupperlehre

Bericht

Hier kannst du die Umfrageergebnisse als Bericht herunterladen:

https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/bwb/bgb/nahtstellenbarometer.html





15.04.23

Überfachliche Kompetenzen: Das 4K-Modell

Überfachliche Kompetenzen 




Das 4K-Modell

Du steckst mitten drin in deiner Berufslehre. Du bist am Ausbildungsarbeitsplatz, an der Berufsschule und in den überbetrieblichen Kursen stark gefordert. Du eignest dir während deiner beruflichen Grundbildung deine berufsbezogenen Fertigkeiten und Kenntnisse an. 

Nach einem erfolgreichem Qualifikationsverfahren wirst du dich zu einer Fachfrau beziehungsweise zu einem Fachmann in deinem Berufszweig gemausert haben. 

Trotzdem gehen Bildungsexpert:innen davon aus, dass dieses Wissen nicht ausreicht, um später in einem Beruf bestehen zu können. 

Da sich die Berufswelt schnell verändert, veraltet auch das Berufswissen  schnell. Berufsübergreifendere Kompetenzen werde immer wichtiger.

Aus diesem Grund wurden Konzepte wie das 4K-Modell erarbeitet. 

4K steht für 'Kritisches Denken und Problemlösen', 'Kommunikation', 'Kooperation' sowie 'Kreativität und Innovation'. Sie sind die vier Kompetenzen, die deine Berufsbildung ergänzen und dich fit für Berufsarbeitszukunft machen. 

Als Lernende:r eignest du dir diese zukunftstauglichen Skills hauptsächlich in der Berufsschule an. Dabei werden diese Kompetenzen im gesamten Unterricht angewendet und nicht in einem weiteren Unterrichtsfach gelehrt. 

Diese überfachlichen Kompetenzen, d.h. diese Zukunftsskills gehen über die berufsspezifischen Kompetenzen hinaus. Mit ihnen wirst du neue Anforderungen und Entwicklungen in deinem Beruf in der Zukunft besser meistern. 


Hinweis:

Ein Vorreiterrolle für dieses Ausbildungsmodell in der Schweiz hat die Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) inne.




15.03.23

Schnupperlehre dank schnuppy.ch

SCHNUPPY.ch, die Plattform für Schnupperlehrstellen 



Plattform SCHNUPPY.ch

SCHNUPPY.ch ist eine Plattform der Gewerbevereine und der Schulen.

Jugendliche können hier nach Schnupperlehren suchen. 

Nachdem sie sich registriert haben, können sie sich auf Schnupperlehren bewerben. Schülerinnen und Schüler können sich direkt mit den Ausbildungsunternehmen austauschen und die Schnupperlehren verwalten und archivieren. 

Ein Schnupperlehrbericht bestätigt die erfolgreiche Teilnahme.

Auf der Webseite findest du Informationen, wie SCHNUPPY.ch funktioniert.
Lade dir die .pdf-Datei herunter, um dir einen Überblick über die Funktionen zu verschaffen. 

Ausbildungsbetriebe, die sich registriert haben,  können Schnupperlehren anbieten und Bewerbungen erhalten.

Schnupperlehrvarianten

Eine Schnupperlehre (2-5 Tage) ist eine von mehreren Schnuppervarianten, um mehr über einen Lehrberuf und einen Lehrbetrieb zu erfahren . 

Daneben kannst du auch an Informationsveranstaltungen (2-3 Stunden), Schnupperbesuchen (1 Tag), Schnupperlehren im Rahmen einer Lehrstellen-Selektion oder Schnupperlehre mit Selektionsverfahren (1-5 Tage, zusammen mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern) teilnehmen.

Angebot nicht in allen Kantonen verfügbar

Die Plattform ist zur Zeit nur im Kanton Zürich, Thurgau im Kanton Aargau und teilweise im Kanton St. Gallen verfügbar. 



15.02.23

Alles eine Frage des Anstands

Mit Anstand in der Lehre punkten 




Alarm

Lehrbetriebe schlagen Alarm: Immer mehr Auszubildende fehle es an Anstand und Manieren. 

Einige Lehrbetriebe bemängeln, dass Lernende am Arbeitsplatz kein angemessenes Verhalten und Auftreten mehr zeigen. Angeblich hat die Erziehung der Eltern versagt. Auch die von Schulen erbrachte Erziehungsarbeit stösst an ihre Grenzen. 

Jetzt sollen Lernende in den Kniggekurs. 

Werden Lernende zurecht an den Pranger gestellt? Übertreiben die Ausbildungsunternehmen?

Übertreibung?

Solche Anwürfe bergen die Gefahr, zu verallgemeinern und alle Jugendliche in einen Topf zu werfen. Die Mehrheit der Jugendlichen verhält sich nämlich, wie es sich in einem Lehrbeschäftigungsverhältnis geziemt. Zudem dürfen Jugendliche durchaus auch mal Fehler machen, ohne diese gleich aufzubauschen. 

Wo Lehrbetriebe allerdings nicht darüber hinwegschauen können, sind, wenn grundsätzliche Verhaltensweisen und Gepflogenheiten nicht beachtet werden. 

In solchen Fällen, soll ein Kniggekurs helfen, die Jugendlichen mit den Anforderungen an Lernende vertraut zu machen.

Kniggekurs

In einem Anstandskurs werden folgende Bereiche angesprochen:

  • Begrüssung
    Den Lernenden wird aufgezeigt, wie Arbeitskolleginnen, Berufsausbildner, Führungspersonen und Kunden begrüsst werden. 
  • Umgangsformen
    Die Umgangsformen werden auf den Prüfstand gestellt. Dabei wird ein respektvoller Umgang mit Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen geübt. Das Verständnis für Führungshierarchien wird gestärkt. Die Beziehung Lernende zu Kundinnen und Kunden wird angesprochen.
  • Kommunikation
    Die Kommunikation betrifft die Nutzung der richtigen Anrede und die Wortwahl in einem persönlichen Gespräch, Telefonat oder per E-Mail. 
  • Kleiderwahl
    Die Teilnehmer:innen lernen welche Kleidung angebracht ist. 
  • Sauberkeit am Arbeitsplatz
    Auch der Arbeitsplatz ist ein Feld, dass beackert wird. Hier geht es darum, dass der Arbeitsplatz ordentlich gehalten, der Schreibtisch, die Werkbank regelmässig aufgeräumt wird,  sowie Gläser und Verpackungsmüll in der Küche/Kantine abgeräumt werden.
  • Hygiene
    Die eigene Körperhygiene und das äussere Erscheinungsbild werden auch thematisiert. 

Unter anderem mit Rollenspielen und Videoanalysen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihr Fehlverhalten aufgezeigt. In der Gruppe werden Lösungsansätze erarbeitet und praktisch angewandt. 

Vorteil

Du bist davon betroffen?

  • Klar sind solche Mängelhinweise nicht gerade leicht zu verdauen, wenn du damit konfrontiert wirst (es geht übrigens nicht darum, dass du blossgestellt werden sollst). 
  • Fasse es als Teil deines Lern- und Reifeprozesses auf.  Du kannst dir nämlich eine Menge Ärger ersparen, wenn du diese Verbesserungsvorschläge aufgreifst. 

Falls es dich nicht betrifft, kannst du bei Bewerbungen für eine Lehrstelle und während der beruflichen Grundbildung mit Anstand punkten. Jeder Lehrbetrieb wünscht sich Lernende, die wissen, worauf es bei einer Berufslehre ankommt.

Keine Einbahnstrasse

Und wer jetzt meint, mit Anstand und Umgangsformen seien nur Jugendlichen angesprochen, der liegt falsch. 

Manche Kunden, Berufsausbildnerinnen, Führungskräfte und Arbeitskolleginnen, sind auch nicht immer gerade die besten Vorbilder. Hier darfst du sie als Lernende:r ruhig darauf ansprechen. Du musst solche Entgleisungen nicht einfach erdulden. Anstand und Respekt sind nämlich keine Einbahnstrasse.





15.01.23

Lehre abbrechen - eine Katastrophe?

Die Notbremse ziehen?



In der Sackgasse?

Hat dich die Berufslehre auf dem falschen Fuss erwischt? Überlegst du dir, deine Berufsausbildung abzubrechen?

Vorneweg: Wer eine Lehre abbricht, muss sich nicht als Versager oder Versagerin fühlen. Eine Lehre abzubrechen ist kein Weltuntergang. Jährlich brechen (leider) fast 25 Prozent der Lernenden ihre berufliche Grundbildung ab. 

Die Gründe für einen Lehrabbruch sind vielfältig. Die Lehrabbrecher und Lehrabbrecherinnen 

  • haben sich zum Lehrberuf andere Vorstellungen gemacht
  • haben ihre eigenen Interessen und Kompetenzen falsch eingeschätzt (deshalb sind Schnupperlehren so wichtig).
  • haben Bedingungen im Lehrbetrieb vorgefunden, die so bei den Bewerbungsgesprächen nicht ersichtlich waren.
  • haben sich im Laufe der Zeit nicht mehr mit den Berufsbildungsverantwortlichen im Ausbildungsunternehmen verstanden.


Der Ausweg

Bevor du ein Lehrverhältnis auflöst, solltest du dir klar darüber sein, dass diese Entscheidung einschneidend ist. 

Du solltest zuerst einmal die Folgen eines Lehrabbruchs gegen die Fortführung der Lehre gegeneinander abwägen. 

Vielleicht ziehst du nämlich die nicht so prickelnde Lehre einfach durch und machst erst danach einen Berufswechsel? Mit diesem Vorgehen kannst du einen eidgenössisch anerkannten Berufsabschluss vorweisen und stehst nicht schlimmstenfalls ohne abgeschlossene Ausbildung da. 

Hältst du es allerdings nicht mehr aus, solltest du die Notbremse ziehen. Ein Lehrabbruch ist an sich keine Katastrophe. Schwierig wird es erst, wenn du voreilig deine Lehre abbrichst und du keine Folgelösung vorweisen kannst. 

Gefällt dir der Lehrberuf nicht (mehr), ist eine Lehre in einem anderen Berufsfeld der Weg aus der Krise. Kommst du im Lehrbetrieb nicht (mehr) klar, solltest du dich nach einem anderen Ausbildungsunternehmen umsehen.

Übrigens: Die meisten  der Lehrabbrecher und Lehrabbrecherinnen finden eine Lösung und schliessen eine Lehre ab. 



15.12.22

Berufslehre in zwei Sprachen

Berufslehre in zwei Sprachen




In der Berufsschule und am Arbeitsplatz mehrere Sprachen sprechen


Sprachen öffnen neue Welten

In vielen Lehrberufen werden Sprachen immer wichtiger, gerade bei denjenigen mit Kundenkontakt. 

So erstaunt es nicht, dass die bilinguale berufliche Grundbildung Aufwind hat.


Langsam verkümmernde Fremdsprachenkenntnisse

Die in der obligatorischen Schulzeit erlernten Fremdsprachenkenntnisse gehen schnell wieder vergessen, wenn sie nicht eingesetzt werden.

In der Lehre liegen sie dann häufig brach. 

Gehen Lernende nur einen Tag pro Woche zu Schule, ist im dichtgedrängten Schulprogramm die Zeit zum Lernen einer Fremdsprache knapp bemessen.. 

Da so viel Lernstoff hineingequetscht werden muss, verkümmern Sprachkenntnisse mitunter während der Lehre. 

Das muss nicht immer so sein: Gerade in der kaufmännischen Ausbildung oder Lehrberufen in der Gastronomie sind Sprachen ein wichtiger Bestandteil. Der Kontakt mit ausländischen Lieferanten, Kunde und Gästen während der Arbeit, schafft Gelegenheiten, die eigenen Fremdsprachenkenntnisse im Arbeitsalltag zu üben und zu erweitern.


Bilinguale berufliche Grundbildung

In einigen Lehrberufen werden Lehrlinge in zwei Sprachen unterrichtet.

Sie nehmen an einem bilingualen Unterricht in Berufsfachschulen teil. 

Der Unterricht erfolgt also zweisprachig. D.h. der Schulunterricht erfolgt entweder in Deutsch oder Französisch und zusätzlich in Englisch. 

Mehrheitlich ist der Unterrichtsteil 'Allgemeinbildender Unterricht' zweisprachig. In der Berufskunde ist er noch seltener anzutreffen (dies hängt auch vom Angebot an Berufsfachschullehrer:innen ab, die zweisprachig unterrichten können).

An diesem Unterricht schätzen die Lernenden z.B. dass sie ihr Schulenglisch mit fachsprachlichen Begriffen erweitern können oder an ihrem Arbeitsplatz die neu erworbenen Sprachkenntnisse direkt anwenden können.






15.11.22

Berufswahlagenda

 Berufswahlagenda für die Berufswahl




Wofür ist die Berufswahlagenda genau?

Die Berufswahlagenda ist eine Informationsbroschüre. Sie führt Schülerinnen und Schüler durch den Berufswahlprozess. 

Als Wegweiser bringt sie dir die Welt der Berufsbildung näher. Sie liefert einen kompakten und vollständigen Überblick über die Lehrberufe. 

Zusätzlich erfährst du eine Menge zu Berufsbesichtigungen, Schnupperlehren und Bewerbung. 

Die Berufswahlagenda richtet sich gleichermassen an Lehrpersonen. Diese können zudem Arbeitsblätter nutzen, die online heruntegeladen werden können. 

Viele Informationen in der Broschüre sind mit Webseitenlinks und/oder QR-Codes verknüpft. Diese führen zu Berufen, Berufsfeldern, Verbänden, Veranstaltungen, Ausbildungsgängen, und Videos.


Wie erhalte ich ein Exemplar der Berufswahlagenda?

Die zur Broschüre dazugehörende Webseite ist berufswahlagenda.ch

Die Agenda wird zur Zeit für einen Teil der deutschsprachigen Kantone abgegeben. Sie wird Klassen des 8. Schuljahres kostenlos zugestellt. Die Schulleitungen werden im Januar eines Jahres kontaktiert, um eine Bestellung aufzugeben. 

Falls du noch kein Exemplar erhalten hast, wende dich an deine Klassenlehrerin oder deinen Klassenlehrer.

Da jeder Kanton ein eigenes Schulsystem hat und der Ablauf der Berufswahl zwischen den Kantonen abweicht, ist die Broschüre auf den jeweiligen Kanton zugeschnitten. 

 





15.10.22

Mentoringprogramm JobCaddie.ch

 JOBCADDIE.ch - Mentoringprogramm





Angebot

Job Caddie bietet im Rahmen eines Mentoringprogramms eine Unterstützung für Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwierigkeiten in der Lehre und beim Berufseinstieg. 

Zur Seite steht dir also ein Mentor oder eine Mentorin. Diese/r bringt berufliche Erfahrung mit ein und verfügt über ein berufliches Netzwerk.


Schwerpunkte

Das Angebot von Job Caddie unterteilt sich in die folgenden Schwerpunkte:

  • Sorgen in der Lehre? Lehrvertrag aufgelöst?
  • Qualifikationsverfahren nicht bestanden? Lehre abgeschlossen und keine Arbeitsstelle?
  • Erwachsen und auf Lehrstellensuche? Erste Grundbildung angehen? 
  • Früher abgebrochene Lehre wieder aufnehmen? Eine Zweitlehre starten?


Vorgehen

So gehst du vor, um Teil eines Mentoringprogramms zu werden:

  1. Kontaktiere Job Caddie entweder per Telefon oder per Mail, um einen Termin für ein Aufnahmegespräch abzumachen.
  2. Hier gibst du an, was schulisch und beruflich bisher lief und welches Ziel du mit Hilfe von Job Caddie erreichen möchtest. 
  3. Danach wird dir eine Mentorin oder ein Mentor vermittelt, der zu dir passt. Mit ihr/ihm legst du Ziele und die Zusammenarbeit fest. 
  4. Danach beginnt die konkrete Unterstützung, wie zum Beispiel:

    • bei der Bestimmung deiner Ausgangsposition (berufliche Auslegeordnung)
    • bei deiner Zukunftsplanung
    • bei der Verfassung von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf
    • beim Üben von Vorstellungsgesprächen
    • zur Verbesserung deiner Lerntechniken für die Berufsschule.
    • Diese Liste widerspiegelt nur Beispiele. Natürlich richtet sich das Mentoringprogramm gezielt auf deine Herausforderungen aus, vor denen du stehst. 

Weitere Informationen

Hier erfährst du mehr über das Angebot: www.jobcaddie.ch.



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